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Donautal-Radweg Etappe 1 Donaueschingen-Sigmaringen

Gestern war eine Radtour auf dem Plan. Start in Donaueschingen – Donauquelle – und Ende dieser 1. Etappe des langen gut ausgebauten und ausgeschilderten Radweges war für mich Sitgmaringen (87 km). In dem unter 1. Etappe hinterlegten Link kann man hier sehr viele Informationen über den Wegverlauf – der einzelnen km – oder aber auch Querwege oder Sehenswürdigkeiten entnehmen. Da ich das Donautal bereits durch einige Wanderungen mit dem Hund kennengelernt hatte – wollte ich heute nur die Strecke mal auf die Schnelle radeln – also ohne Besichtigungen etc. Nachdem 87 km mit meinem Rad kein Zuckerschlecken bedeuten war ich auch sehr zeitig um 8 Uhr bei frostig herbstilichen Temperaturen von grad mal 8 C in Donaueschingen.  Gemütlich besichtigte ich erst mal die Donauquelle, die in der Ortsmitte zu finden ist.

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Entlang des Schloßparks fand ich auch gleich das Schild “Donautalradweg” und der Hinweis Richtung Sigmaringen.

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So ging es los – die Felder waren noch im morgendlichen Herbstdunst.

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An den Spinnweben hingen noch die Morgentropfen :-)

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Ganz langsam kam ab und an mal ein Sonnenstrahl durch die Wolkendecke.

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Auch eine Schwanen-Großfamilie war hier schon unterwegs.

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Der Streckenverlauf des Weges geht hier überwiegend über Felder und Wiesen – allerdings auch teilweise in unmittelbarer Nähe von Bundesstrassen was gerade unter der Woche mit Lärm durch LKW s etwas störend für mich war. Aber es kommt ja immer auf den jeden Einzelnen und seinen Ansprüchen an – manch Andere stört das soweit gar nicht. Was man aber auf jeden Fall erwähnen muss, ist daß der erste Teil dieser Strecke durch den Verlauf über Felder immer ohne Schatten ist. So war ich froh, daß ich mir die Runde nicht im Hochsommer ausgesucht hatte.

Hier eine neue wunderschöne Holzbrücke vor dem kleinen Bahnhof Zimmern.

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Kurz nach diesen Aufnahmen hatte ich leider eine unliebsame Begegnung mit einem seltsamen Menschen, der mich ungefragt und unvermittelt vom Rad holte. Aufgrund der Attacke sah ich mich gezwungen die Polizei zu holen und musste aus diesem Grund meine Runde ca. 45 Min unterbrechen und ehrlich gesagt mir ist auch so etwas die sonst übliche Freude über Natur und Bewegung abhanden gekommen gewesen. Trotzdem setzte ich die Runde dann fort.

Bei Immendingen versinkt die Donau dann mal plötzlich total.

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Doch Wasser bahnt sich ja seinen Weg und kurz darauf plätscherte es dann auch schon wieder.

Durch Tuttlingen sowie auch dessen Industriegebiet führt die weitere Wegstrecke….

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… und dann kommt endlich das felsige Donautal – hier wurde dann auch langsam meine Laune wieder etwas besser :-)

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Plötzlich kamen mir auch verschiedene Orte wieder so bekannt vor – wie hier bei Mühlheim wo ich einst die Märzenbecherblüte im Hintelestal im Frühjahr bewunderte.

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Damals dachte ich noch – auf dem Radweg muss ich auch mal unterwegs sein ;-)

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Schön ist hier entlang der Täler die Wegführung – meist eben … doch in Richtung Beuron kamen ein paar leichte Steigungen hinzu und hierbei stellte ich dann fest, daß mein Rad die Attacke leider wohl doch nicht unbeschadet überstanden hatte :-(

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Ganz langsam sieht man hier schon die Verfärbung des Laubes.

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An diesem Tisch nahm ich heute keinen Platz – aber bestimmt gut für heiße Sommertage ;-)

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Auf den umliegenden Felsen kann man immer wieder Häuser ausmachen, die direkt am Abhang hingestellt wurden …. ich glaub hier muss man schwindelfrei sein um das genießen zu können.

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Dank freundlicher Wanderer, die mir beim ersten Mal die Kette wieder mit einfädelten, schaffte ich dann – nach einem nochmaligen 2. Verlust – die Ankunft im Klosterort Beuron. Das Schild kam wahrlich genau zum richtigen Zeitpunkt.

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Und nicht nur das Schild war gold wert – mir wurde auch sofort und spontan geholfen. Ruckzuck hing das Rad am Hacken und die Schäden wurden behoben und mir die Weiterfahrt doch etwas entspannter gemacht – ein grosses Dankeschön hier noch mal an die Werkstatt.

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Nein – dies war nicht der Besitzer der Werkstatt  ;-)

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Durch das obere Donautal bis Sigmaringen ging es dann doch noch ab und an Steigungen hoch, so daß ich wirklich froh war, daß das Rad wieder in Ordnung war und ich so nette Unterhaltung hier hatte, die meine doch trüben Gedanken etwas ins rechte Licht wieder zurückbrachten.

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Hier noch ein paar Eindrücke, die mich dann bis Sigmaringen begleiteten.

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Hier findet man dann auch ein paar Wegstrecken, die dann durch schattigen Wald führen.

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Viele der Bergrücken und Felsen kannte ich von meinen Wanderungen, die über diesen Blog auch unter Donauläufe eingesehen werden können. Meist hatte ich diese auch im Herbst gemacht und war doch sehr faziniert von den Strecken, die als Premiumwanderwege angeboten werden. Allerdings muss man gerade im Herbst auch teilweise mit Morgennebel rechnen – es empfiehlt sich hier immer die aktuellen Wettervorhersagen zu beachten.

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Nach regulären 87 km erreichte ich nach ca. 8.5 Stunden mein Ziel in Sigmaringen.

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Leider gab es dann noch eine weitere negative Erfahrung – die ich nicht zum ersten Mal erlebte … einerseits will man den Tourismus – auch mit solch Wegen den Radtourismus fördern, aber anderseits gibt es gerade immer wieder bei der Benutzung der DB oder der diversen Kulturbahnen Schwierigkeiten, wenn man mit Rädern diese benutzen will. 1. Punkt war, daß das Internet in Sigmaringen so schlecht ist, daß ich über die DB-App meine Fahrkarte nicht buchen konnte. Die Benutzung und Bedienung der Automaten kann nur mit entsprechendem Zeitvorrat genutzt werden, weil man gefühlt sich durch das ganze Angebot der DB durchtippen muss. Für Nutzer, vor allem ältere Personen, die nicht oft und ständig mit der DB unterwegs sind eine wahre Zumutung (ich zähle mich inzwischen zu diesem Personenkreis). Wenn dann mal alles geschafft ist und man hat das Glück auf einen Bahnsteig zu kommen wo man keine Treppen mit dem Fahrrad überwinden muss, dann bleibt nur noch die Aufregung um den Zug, der da kommen mag. Ich hatte gestern mal wieder das Pech – Einsatz eines Uralt-Modells … 3 hohe Stufen in einem extrem engen Aufstieg mit Rad unterm Arm zu erklimmen – ein wahrer Kraftakt … also ältere Personen womöglich noch mit E-Bikes sollten sich rechtzeitig nach Hilfe umsehen oder absprechen. Leider war auch nur 1 Abteil dafür geeignet ein gewisses Kontigent an Räder aufzunehmen, um daß auch noch andere Bahnreisende noch irgendwie den Zug betreten können. Nicht immer stößt man hier als Fahrradinhaber auf Verständnis der anderen Reiseteilnehmer. Also nach meinen bisherigen Erfahrungen ist das Erlebnis und die Vorraussetzungen der DB immer als negativer grönnender Abschluß eines solchen Tages zu verzeichnen – eigentlich schade … im Lautertal z.B. werden hier während der Sommerzeiten an Wochenenden oder in Ferienzeiten Radbusse eingesetzt, die auch funktionieren. Die DB sollte hier doch mal etwas mehr an Kundenfreundlichkeit und Möglichkeiten investieren um auch den Aggressionen von Reisenden, die ggfs. mal nicht mehr in den Zug kommen, weil einfach kein Platz mehr zum Laufen, hier vorzubeugen. Mein Kommentar hierzu werde ich aufgrund meiner Erfahrungswerte der Bahn mal zukommen lassen. Ich glaube aber nicht, daß ich hier noch erleben darf, daß sich diesbezüglich was ändert.

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