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Sonnenaufgang Feldberggipfel

Ganz spontan entschied ich mich gestern Abend aufgrund der guten Wetterlage und der noch bestehenden guten Schneeverhältnissen am Feldberg meinen Traum zu erfüllen und morgens ganz früh den Sonnenaufgang am Feldberggipfel zu erleben. Bei Vollmond hatte ich dieses Erlebnis der totalen Einsamkeit und Ruhe ja bereits früher schon mal genossen und seither schwebte dieser Gedanke in meinen Vorstellungen. Ein Gespräch mit Rainer und Claudia (die leider verhindert waren) brachte mich hier auf deren Empfehlung zu ihrer Tour Nr. 5 im  Schneeschuhwanderführer ,  Da man bei völliger Dunkelheit am Haus der Natur losläuft, wird hier auf den Naturschutz verwiesen, d.h. man sollte um diese Uhrzeit nur auf den planierten Winterwanderwegen mit Stirnlampe (wegen evt. Pistenraupen) unterwegs sein – keinesfalls die normalen Schneeschuhtouren nehmen, die teilweise durch Waldgebiete führen – diese kann man dann individuell beim Abstieg wählen. Und genauso habe ich es dann geplant – die Tour kann man sich, wenn man das Büchlein hat bequem aufs Handy laden – so hat man auch in der Dunkelheit gutes Kartenmaterial zur Hand. Durch den Anfahrtsweg musste ich um kurz vor 4 Uhr im Auto sitzen – nicht wirklich ein Problem, denn die Vorfreude auf das was mich hoffentlich erwarten würde war so groß, daß das für mich kein Opfer darstellte und ich wurde nicht enttäuscht – im Gegenteil es war unbeschreiblich und die Bilder geben nur einen Teil von den Eindrücken her, die ich dabei empfunden habe – völlige Ruhe – Einsamkeit – ich war nach Sonnenaufgang mind. noch 1 Std. völlig allein auf dem Berg – nur ab und an ein Vogelgezwitscher – ich traute mich fast schon keinen Schritt im verharschten Schnee zu machen um diese Ruhe nicht mit knirschenden Geräuschen zu stören – man muss es erlebt haben :-)

Pünktlich um 5.25 Uhr stand ich vor dem neuen Parkhaus (24 Std. geöffnet) und machte mich auf den Startpunkt seitlich vom Naturfreundehaus. Erik war auch gespannt was ihn da so früh morgens schon erwartete :-)   Mit Stirnlampe ging es dann los über den frisch planierten Winterwanderweg entlang der Loipe.

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Es dauerte keine 15 Min und schon begann der Himmel über mir völlig hell zu werden – die Farben am Horizont wurden schon mal leicht orange und ich bekam so die leichte Panik, daß ich nicht rechtzeitig oben wäre. Sonnenaufgang war exakt um 6.32 Uhr angesagt.

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Aussicht auf die umliegenden Täler in denen noch alles schlief und schnell war ich hinter dem Feldbergturm auf der Hochebene angekommen … zum Glück noch kein Sonnenball zu sehen.

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Ich hatte wirklich Glück – durch die aufkommende Nebelfelder verzögerte sich das Ganze um ein paar Minunten und pünktlich stand ich da wo ich wollte um diesen Anblick zu genießen.

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Die ganze Umgebung wurde plötzlich mit hellem Licht übergossen – einfach nur schön.

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Nach den Fotos genoß ich erst mal das Frühstück und den warmen Tee und ließ das Ganze und die Ruhe auf mich wirken. Wenn man sonst den Gipfel mit seinen vielen Wanderern und Skifahrern erlebt ist das ein Gefühl von unendlicher Dankbarkeit, daß man das so erleben darf und den Schweinhund des frühen Aufstehens überwunden hat ;-)

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Es war zwar nicht wirklich richtig kalt – aber zu lange rumstehen wollten ich dann doch nicht und so machte ich mich dann auf – wieder zurück diesmal direkt zum Feldbergturm. Man kann hier aber auch zu einer von den Hütten wandern, die allerdings um die Uhrzeit noch nicht offen haben. Verschiedene Möglichkeiten werden auch in dem o.g. Wanderführer beschrieben.

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Am Feldbergturm hielt ich mich dann in Richtung Bergrettungshaus und von dort dann bergab auf dem Schneeschuhpfad.

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Unterwegs legte ich noch eine Sonnenpause ein und genoß die Aussicht auf die umliegenden Skipisten, die noch nicht bevölkert waren. Über mir waren die ersten Schneeschuhläufer beim Aufstieg und auch gleich mal beim Ausziehen der warmen Jacken, denn es wurde in der Sonne gleich ziemlich angenehm warm und auch der Schnee wurde sofort etwas weicher.

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Hier der neue Sessellift – früher musste man hier die Spuren der Schlepplifte auf der Schneeschuhspur überqueren – heute muss man allerdings auf die zum Teil schnell heranbrausenden Skifahrer achten.

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Nach 4 Stunden war ich dann wieder zurück und absolut abfahrbereit bei dem Trubel, der jetzt nach der Öffnung der Lifte herrschte.

 

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