Archiv für den Monat: Oktober 2016

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Kaiserstuhl-Oberbergen

Ein Wochenende im Südschwarzwald bietet auch die Gelegenheit für einen Abstecher an den Kaiserstuhl – einer Weingegend hinter Freiburg – mit einem vulkanischen Ursprung und einem Naturschutzgebiet in dem viele botanische, zoologische und auch geologische Seltenheiten zu finden sind.

Rainer und Claudia hatten mir hier immer vorgeschwärmt – einen schönen Bericht der Beiden und tolle Bilder über die Bewohner des Naturschutzgebietes gibt es hierzu auf deren Wanderseite.

Unser Start sollte heute im Herzen des Kaiserstuhls erfolgen – in Oberbergen – direkt am Badberg. Bei strahlend blauben Himmel fuhren wir im Hochschwarzwald los. In  Freiburg hatte es schon zähen Nebel -  wir waren aber immer noch guter Hoffnung, daß wir bei Erreichen des etwas höher gelegenen Ziels doch wieder blauen Himmel hätten. Bei der Ankunft sah es auch erst gar nicht so schlecht aus und wir hofften auf Nebellücken ….

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…. hier zeigte mir Rainer eine kleine Quelle mit richtigem lauwarmen Wasser  …. der Hund fand es eklig – ne warmes Wasser ist nix zum Reinliegen ;-)

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Weiter ging es über die Obstplantagen hin zu den Weinbergen.  Nachdem wir ja eigentlich auf den Sonnendurchbruch warteten hatten wir es nicht eilig und verbrachten erst mal die Zeit mit der Suche nach Fotomotiven …. dies sollte allerdings den Tag so bleiben …. während der gesamten Wanderung von ca 7 km – mit vielen kleinen Auf-und Abstiegen hatten wir nur selten die Gelegenheit ein paar Sonnenstrahlen zu erhaschen – je weiter oben desto dichter wurden die Nebelschwaden.  Aber —- wir machten das Beste daraus  —- hatten jede Menge Spaß und Zeit zum Bilder knipsen. So ein bischen Nebel kann doch eine Sonntagslaune nicht verderben.

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Immer weiter zog es uns nach oben in die feuchten Nebelschwaden :-) es gab immer was zu entdecken ;-)

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ahhh da war der Rainer :-)

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Nach dem Aufstieg erst mal eine kurze Verschnaufpause….

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… und dann ging es schon wieder abwärts …. und huch kurz ein Stück blauer Himmel ….

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…. es wird doch nicht etwa … ach nein gleich wieder zog alles zu. Aber es waren wirklich traumhafte Wege – alles Wiesenpfade herlich weich zu gehen … super schön … selbst der Senior-Hund war begeistert und lief voll motiviert mit.

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Immer wieder kurze Augenblicke, die mir einen kurzen Einblick in die schöne Umgebung gaben.

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Hier hingen noch ein paar vergessene Träubchen am Ast.

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Oh menno … schon wieder eine Pause ;-)

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Über die Weinberge ging es dann dierekt durch die Rebenstöcke zurück zum Ziel. Rainer hatte sich im Laufe des Tages einen neuen Verfolger angelacht – Männer halt unter sich ;-)

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Hier entdeckten wir noch wunderschöne rote Weinblätter – gerade richtig im Sonnenlicht …

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und sogar noch mit leckeren Trauben dran ….

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… wir zogen jedoch die Träubchen in Form eines flüssigen Inhaltes im Glas vor und das war genauso lecker wie auch der Flammkuchen, der hier einfach dazu gehört. Ich lernte auch, daß dies hier nicht in einer Besenwirtschaft ausgeschenkt wird – wenn auch ein Besen davor hängt – hier heißt es “Straußwirtschaft”  – egal es war lecker und die rote Farbe in meinem Gesicht bedeutet nicht, daß ich hier schon zu tief in Glas geschaut hatte, sondern, daß man auch im Nebel Farbe ins Gesicht bekommt und es war auch sehr wohlig warm dort drinnen  :-)

Ein schöner Abschluß für einen wundervollen und gelungenen Tag. Vielen Dank an meine beiden Begleiter des heutigen Tages.

Hier noch die Touraufzeichnung über Komoot:

https://www.komoot.de/tour/13290083

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Hinterzarten-Ravennaschlucht mit Sonnenuntergang am Belchen

Wochenende mit gutem sonnigen Wetter – vor allem im Süden des Landes – ein Garant für eine tolle Herbstwanderung um diese Jahreszeit und vermutlich einer der letzten Tage wo man die farbenfrohe Laubbracht noch bewundern kann. So entschied ich mich für eine Tour, die schon lange auf meiner Liste stand – die Ravennaschlucht. Durch das Höllental Richtung Freiburg bin ich schon oft gefahren – aber ich hatte es noch nie geschafft diese bekannte Schlucht mal zu erkunden. Bekannt ist sie auch für einen wunderschönen Weihnachtsmarkt, der hier genau am großen Viadukt stattfindet und inzwischen so beliebt ist, daß man mit erheblichen Parkproblemen rechnen muss. Am Besten sollte man nach Alternativen mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln suchen.  Aber von Schnee war zum Glück noch nix zu sehen. Der Morgen begann schon herrlich mit einem Sonnenaufgang über der Hochebene in Richtung Hinterzarten – meinem heutigen Startpunkt für den ca. 8 km Rundweg.

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Auch Erik war heute wieder mit von der Partie und beobachtete den Sonnenaufgang.

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Mit Rainer Haas, der hier gleich um die Ecke zu Hause ist machte ich mich auf und wir folgten direkt von Hinterzarten dem Wanderschild Richtung Ravennaschlucht ins noch ziemlich feuchte aber nebelfreie Tal.

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Direkt vor dem Viadukt über dem die Bahnlinie führt gibt es das Hofgut Sternen, einem Anziehungspunkt aller Touristen, die hier im Schwarzwald unterwegs sind – zum Glück hatten hier die Wenigsten das Schuhwerk an um in die Schlucht zu steigen. Aber wir hielten kurz an und ich machte einen Abstecher in eins der Andenken-Häuschen wo man zum Teil ein wirkliches Vermögen losbekommen kann z.B. Kuckucksuhr für über 4.000 EUR oder sonstige künstlerische Andenken. Aber auch eine Glasbläserei kann hier besichtigt werden.

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Wir zogen ohne Einkauf weiter in Richtung Schlucht und ließen die Menschenmassen hinter uns.

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Die Sonne war inzwischen wieder hinten den Wolken verschwunden und trotzdem war die  Laubfärbung einfach herrlich – und die Bilder sind nicht bearbeitet sondern im Original.

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Über Brücken und Stege ging es dann zum Wasserfall.

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Wie in allen Schluchten ist auf jeden Fall gutes Schuhwerk zu empfehlen, da es doch überall sehr rutschig sein kann. Für Hundebesitzer empfehle ich hier die Runde nach oben zu laufen, da die Treppenaufgänge sehr steil sind und der Hund sich hochwärts leichter tut.

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Der Wasserfall, der im Herbst etwas entschärfter ist, als im Frühjahr nach der Schneeschmelze.

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Schnell waren wir wieder oben. Wer möchte kann noch einen Abstecher auf den Piketfelsen machen (s.Tourbeschreibung von Rainer&Claudia) und die Tour mit einer tollen Aussicht auf das Höllental etwas verlängern. Mit Rücksicht auf den Hund hatte ich hierauf aber heute verzichtet und so erreichten wir nach ca. 2 Stunden wieder Hinterzarten.

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Hier noch die Tourenbeschreibung über Komoot

https://www.komoot.de/tour/13266767

Nachdem so ein Tag ja noch ein paar Stunden übrig hat, entschied ich mich die Sonne zu suchen, da sich über Hinterzarten und Umgebung die Wolken ziemlich hartnäckig hielten.

Die Sonne fand ich auch – in Richtung Feldberg bzw. ich entschloss mich den Tag mit einem der schönsten Aussichtspunkte im Südschwarzwald – dem Belchen, dem 4 höchsten Berg (1414 m) in der Gegend zu beenden. Ab dem Feldberggipfel schien herrlich die Sonne und wir fuhren hinauf bis zur Talstation der Seilbahn – welche ich dann auch für den Aufstieg bis zum Belchenhaus benutzte. So konnte der Hund mit nach oben – nur die Strecke zurück abwärts wollte ich hier zu Fuss zurücklegen, da nach dem Sonnenuntergang die Gondeln hier nicht mehr in Betrieb waren. Mit Stirnlampe im Rucksack, die wirklich sehr hilfreich war, ging es schnell nach oben.

Hier wurde erst mal die schöne Rundumsicht genossen – mit den Nebelwolken zum Glück jetzt unter uns.

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Aufgrund des tollen Wetters war natürlich auch sehr viel los – am Belchenhaus waren fast alle Sitzplätze belegt. Ich entschloss mich für den Aufstieg zum Gipfel über die Nordroute (im Winter aus gutem Grund gesperrt). Hier wird empfohlen nur mit gutem Schuhwerk und Schwindelfreiheit den Weg zu gehen. Dies kann ich nur bestätigen.

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Toll war auch hier die Färbung der Wälder zu sehen.

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Oben angekommen wurde erst mal die Aussicht genossen – dann ein gemütlicher Platz zum Sonnen gesucht …. so konnte der Sonnenuntergang kommen – allerdings erst Stunden später :-)   aber ich kann mir schlimmere Orte der Warterei vorstellen ;-)

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Gemütlich und sogar im T-Shirt ging ich direkt in den Modus “Mittagsschlaf” über

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Nach und nach wurden auch die Gespräche um uns herum immer weniger und zum Schluß waren wirklich nur noch die Menschen oben, die geduldig auf den Sonnenuntergang warteten.

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Und dann ging wie immer alles ziemlich schnell … das Licht veränderte sich und um uns herum begann es zu glühen und leuchten unbeschreiblich schön und ich wusste warum ich hier in der Kälte stand und für mich mal wieder die einzig richtige Entscheidung getroffen hatte :-)

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Inzwischen herrschte hier jetzt eine unheimliche Stille – immer wieder ein Erlebnis.

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Die Berge in der Schweiz wurden noch herrlich am Horizont angestrahlt.

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Ich nahm nun den direkten Weg hinunter zur Belchenhütte – dieser war noch gut erkennbar. Allerdings wurde es nach der Hälfte der Strecke sehr schnell richtig dunkel und ich war froh, daß ich den Weg schon mal tagsüber hoch und runter gelaufen war und somit zumindest die Wegstrecke ungefähr kannte.

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Ein wirkliches Erlebnis und ein wunderschöner Tag ging hier eindrucksvoll zu Ende.

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Schluchseer Jägersteig

Sonniges und warmes Herbstwetter war für gestern – Mitte Oktober – angesagt und ich entschied mich spontan diesen Tag zu nützen und mal wieder einen Ausflug mit Wanderung zu machen. Die meisten Sonnenstunden waren für die Region Südschwarzwald vorhergesagt und so fiel meine Wahl auf den am Schluchsee bekannten Premiumwanderweg “Jägersteig”.  Bei meiner Ankunft am Bahnhof um kurz vor 8 Uhr war zumindest der Parkplatz noch leer – aber auch die ersten 1.5. Stunden verbrachte ich ganz allein auf dem Weg.  Leider war unten noch der Restnebel der Nacht um den See vorhanden, der auch beim Aufstieg noch etwas anhielt.

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Steil bergauf ging es gleich mal zur ersten Aus- bzw.  Weitsicht und der ersten Rastmöglichkeit, die natürlich gleich mal genutzt wurde. Unter uns hatten wir den Nebel hinter uns gelassen, der sich noch hartnäckig über dem See hielt. Doch uns erreichte hier genau zum richtigen Zeitpunkt die ersten Sonnenstrahlen und machten die Rast besonders angenehm.

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Auch die Umgebung wurde hier in einem besonders schönen Licht angestrahlt.

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Ein kleines Stück weiter oben ging es dann auf den Felsen Bildstein von wo aus man eine herrliche Rundumsicht hat – eigentlich auch auf den See, der aber immer noch eingepackt war.

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Auch dort oben musste ich eine Weile verbleiben – alles war hier so ruhig und still – nur Vogelgezwitscher – alle anderen Geräusche wurden noch von der Nebeldecke verschluckt.

Auch mein treuer Wander-Begleiter (inwischen schon über 12 Jahr alt ) war heute besonders gut drauf und erfreute sich an der Abwechslung und der schönen Runde und den noch kühlen Temperaturen.

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Die inwischen bunten Herbstfarben finde ich immer wieder wunderschön.

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Besonders gut haben uns die kleinen Wald-und Wurzelpfade gefallen, die den Weg wirklich sehr abwechslungsreich und interessant machen. Auch die Sonne, die hier immer wieder durch die Bäume brach, machte die Stimmung einfach wunderbar.

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Hier erreichten wir auch den angelegten Pirschpfad, der etwas abseits des Weges angelegt wurde.

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Unterwegs hat man immer wieder Aussichtspunkte …

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… und besonders schöne Stellen, die in der Sonne herrlich leuchteten  ….

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…. so ist der Herbst wirklich ein Genuss ….

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… und immer wieder gibt es Möglichkeiten um eine Rast einzulegen und schöne Pausen zu machen.

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Trotz der anhaltenden Trockenheit gibt es dort tolle Waldstellen mit viel grünem frischen Moos

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Hier erreichten wir den eigentlichen Start des Jägersteigs am Wanderparkplatz Wolfsgrund.

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Da wir die Runde am Bahnhof in Aha angefangen hatten, bekamen wir jetzt den See ohne Nebel zu sehen – zumindest den größten Teil davon.

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Die Bilder sprechen hier für sich – einfach nur schön !!!  Die Strecke am See entlang war dann ca. 4.5 km bis zum Ausgangspunkt.

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Da die Temperaturen für einen Oktobertag aussergewöhnlich warm waren, nutzten wir die Gelegenheit noch zu einem Sonnenbad und verbrachten hier noch schöne Momente am Ufer.

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Und es gab sogar noch jemand, die sich in Wasser getraut hatte und hier eine längere Runde geschwommen ist – bewundernswert  -  und nein ich war es diesmal nicht :-)   – zu kalt ….

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Hier die Runde über komoot aufgezeichnet oder über den oben hinterlegten Link – hier kann man auch weitere Einzelheiten erfahren. Der Parkplatz am Bahnhof ist zwar größer aber kostet auch :-(

https://www.komoot.de/tour/13068198