Archiv für den Monat: Juli 2014

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Blumberg

Ausflug mit der Sauschwänzlebahn – einfache Fahrt und Rückweg entlang der Wutachflühen, das war der Plan. Und ich hatte Glück – aufgrund der Wettervorhersagen mit Regen / Gewitter hatten sich wohl nicht viele getraut hier einen Sonntagsausflug zu machen. Nachdem ich mich erst ziemlich spät am Mittag für den Ausflug entschied, war der Plan mit der Bahn um 14.15 Uhr ab Blumberg-Zollhaus bis nach Lausheim zu fahren ( ca. 1 Std.) und von dort aus dann zurück über den Eisenbahnwanderweg zu laufen. Schon am Bahnhof fiel mir angenehm auf, daß weder Busse da waren und auch der Bahnsteig erstaunlich leer war und es sollte so bleiben – der Zug war halb leer und ich konnte ganz bequem hier meinen Platz mit Hund aussuchen und auch während der Fahrt mal links oder rechts aus dem Zug schauen – herrlich – ich glaube das gibt es nicht oft. Und das Beste daran war – während des gesamten Ausfluges von dann doch fast 6 Std – keinerlei Regentropfen nur drohende Wolken, die sich aber wieder verzogen.

Vor der Abfahrt wird hier erst mal Wasser geladen für die Lok.

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Bis zur Abfahrt war genügend Zeit auch mal intensiv das Museum zu betrachten.

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Dann gings pünktlichst los – hier kann sich die Deutsche Bahn echt ein Beispiel nehmen :-)

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Durch die wunderschöne hügelige Landschaft rund um Blumberg und der Wutachschlucht geht es über Brücken und durch etliche Tunnels.

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Nach knapp 1 Std waren wir dann an dem kleinen Bahnhof Lausheim angekommen, wo wir als einzigste Fahrgäste ausstiegen – wohl hatte hier heute niemand Lust auf wandern oder lag es daran, daß gleich nachdem ich in den Wanderweg abbiegen wollte dieser GESPERRT war :-(   ?

Eine Umleitung des Ostweges, der hier auch entlang läuft, war zwar ausgeschildert – aber mal so gar nicht in die Richtung in die ich wollte. So lief ich trotz der Sperrung mal los und riskierte, daß ich evt. auch wieder umdrehen müsste, wenn es tatsächlich wegen eines Erdrutsches etc. gesperrt war. Aber des Rätsels Lösung war schnell in Sicht – in einem Waldstück waren hier die Waldarbeiter ordentlich tätig gewesen – allerdings nicht heute – zum Glück – und so musste ich zwar über ein paar Baumreste und Gestrüpp steigen – aber alles machbar und allemal besser als die Umleitung zu laufen. Hierbei lief uns sogar noch ein kleiner Feuersalamander über den Weg – leider wurde das Bild nicht so scharf.

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Die Wutach hatte heute ziemlich viel Wasser durch die letzten Gewitter – aber es war herrlich hier die schmalen Pfade zu gehen – vor allem weil so fast überhaupt keine Menschenseele unterwegs war. Die ganze Wutachflüh nur für uns allein :-)

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Dem Eisenbahnweg folgend geht es dann raus aus dem Wutachtal hoch hinauf auf die Wiesen und Felder und hier schien gerade zur richtigen Zeit dann auch noch die Sonne – wie gemacht für eine Rast mit Sonnenbad und gigantischer Aussicht auf die Wutachschlucht.

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Hier oben verlies ich dann den Eisenbahnweg – eher unfreiwillig – aber wenn an einem Baum vier Schilder hängen und alle in eine andere Richtung zeigen, dann wirds komisch :-( – bereits vor 2 Jahren, als ich die Runde hier andersrum lief – hatte ich mich dort verlaufen. Diesmal folgte ich dem Wanderschild Ri Blumberg. Allerdings führte der Weg nicht am Waldrand entlang und über die Kornfelder wie damals – sondern es ging direkt in den Wald hinein und es kam ein ziemlich steiler Anstieg – aber dieser hatte sich absolut gelohnt – nach einem etwas längeren Weg auf einem Traufweg entlang der Hangkante mit schönem Laubbaumbestand eröffnete sich plötzlich vor uns ein toller Blick über die ganze Landschaft.

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Absolut genial :-) dort gibt es übrigens auch eine Schutzhütte mit Grillmöglichkeit.

Über einen serpentinartigen Weg geht es dann direkt hinunter Ri Blumberg – allerdings kommt man hier am anderen Ende der Stadt raus, d.h. hier mussten dann noch ca. 2.5 km Ortsdurchquerung hinter uns gebracht werden bis wir dann glücklich und zufrieden am Bahnhof der Sauschwänzlebahn wieder ankamen.

Fazit: eine tolle Gegend, die mich immer wieder begeistert. Eine Aufzeichnung hatte ich nicht gemacht so kann ich nur schätzen, daß es ca  17 km gewesen waren also etwas länger wie der  Eisenbahnwanderpfad.

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Bernau – Hochtal Steig

Der Bernauer Hochtal Steig – ein Premiumwanderweg – garantiert ein außergewöhnliches Wandererlebnis – dieser Auszeichnung kann ich nur zustimmen. Als ich von dem Weg und der Beschreibung in der Zeitung las, nahm ich diesen sofort in meine Wanderliste auf. Und so machte ich mich am gestrigen Sonntag um 5.45 Uhr auf in Richtung Feldberg. Einzigster Wehmutstropfen war – diesmal ohne Hund – denn es waren warme Temperaturen angesagt – der Weg selbst 15.6 km lang und die Höhenmeter waren auch nicht ohne. So entschied ich mich für die alleinige Tour. Pünktlich um 7.45 Uhr war ich fix und fertig am Start dem Wanderparkplatz Ankenbühl – bereits auf 885 m wo mich erst mal nur die dicken Schwaden des Frühnebels empfingen.  Ich begann die Runde entgegen dem Uhrzeigersinn, da mich diese gleich mal kräftig an Höhenmeter gewinnen lies und somit war die Hoffnung da, daß ich dem Nebel schnell entfliehen konnte.

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Uppss haben wir hier etwa schon Herbst ??

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Nachdem ich die Bergweide hinter mir gelassen hatte ging es steil einen felsigen und wurzeligen Waldpfad hinauf. In den Steilpassagen gibt es Möglichkeiten hier mal kurz eine Verschnaufpause einzulegen um wieder Kraft zu schöpfen :-) – allerdings waren die heute recht feucht.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA  allein diese Wegführung begeisterte mich am frühen Morgen – schmale Pfade durchs Gebüsch und oben angekommen sah man schon bischen die Sonne durch den Nebel spickeln.

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Stimmung pur … ohne Worte :-)

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Immer noch leicht im Nebel erreichte ich den ersten Aussichtspunkt den Hohfelsen auf 1075 m

OLYMPUS DIGITAL CAMERA  aber oh Schreck nach unten und in die Ferne sah man erst mal nix … oder doch … moment da geht doch was ….

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erst wurde es ganz massiv dicht und innerhalb weniger Minuten riss alles auf – was für ein timing :-)

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Über uns nun der strahlend blaue Himmel und weiter ging es am Rand der Bergweiden zu der 2 Himmelsliege, die dermassen schön in der Sonne stand – trocken war – genau richtig für die erste Frühstücksrast :-)   vor allem bei dem Ausblick über das nun fast nebelfreie Bernauer Tal.

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Nach dem ersten Sonnenbad folgte ein Waldstück und schnell kam dann die nächste Himmelsliege – am Rand der Kuhweide – gesichert mit einem kleinen Hochstand und einem Fernrohr , in dem alle Bergnamen der Gegend automatisch beim Reinschauen auftauchten – super Sache … vor allem weil man jetzt die Bergkette auch so schön erkennen konnte.

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OLYMPUS DIGITAL CAMERA  Aussicht auf das Herzogenhorn …

OLYMPUS DIGITAL CAMERA  und den Belchen.

Über weitere schöne Waldpfade ging es hinauf zu dem großen Spießhorn auf 1349 m

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und wieder einem Aussichtspunkt, der zur Rast und zum Aussichtsgenuß einlud.

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Von nun an ging es steil bergab durch den Nadelwald auf einem Pfad mit vielen Wurzeln, die aufgrund der Feuchtigkeit extrem rutschig waren – also volle Konzentration ;-)

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Unten angekommen musste man dann durch die Kuhweiden. Nachdem ich heute wohl der erste Gast war, zeigten die Kühe hier vollstes Interesse was ich denn vielleicht so mitbringen würde … oder war es nur die Freude hier mal wieder einen Zweibeiner nach der Nacht zu sehen … auf jeden Fall sprach es sich schnell rum und plötzlich wollten mir irgendwie alle mal kurz guten Morgen sagen, was ich ehrlich gesagt nicht unbedingt so prickelnd fand.

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Energisch musste ich mir den Weg durch die Herde bahnen und mein Schritt wurde dabei immer schneller ;-)   so blieben sie dann doch irgendwann unlustig stehen – zuviel Bewegung am frühen Vormittag war dann wohl doch nicht das Richtige für die Vierbeiner.

Ich war erst mal froh, als ich den Zaun wieder zwischen uns hatte und erfreute mich lieber an den Blumen, die hier so schön anzusehen waren.

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Nachdem es noch früh am Mittag war und ich aber bereits die Hälfte des Premiumweges hinter mich hatte, entschloß ich mich dass vor mir liegende Herzogenhorn noch mit in die Wanderung aufzunehmen.  An dem einen Bergrücken geht es herrlich durch den Wald und man kommt dann von hinten her (aus Richtung Feldberggebiet) auf den Gipfel auf 1415 m.

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Die Rundumsicht hier war einfach herrlich.

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Und so gab es dann als Belohnung die nächste längere Rast mit Sonnenbad.

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Nach einer Stunde war dann aber genug und ich begab mich auf der anderen Seite des Berges wieder auf den Rückweg in Richtung Krunkelbachhütte, ein Berggasthof mit Vesperkarte und auch Übernachtungsmöglichkeiten.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA   Sicht zur Krunkelbachhütte

OLYMPUS DIGITAL CAMERA  Rückblick zum Herzogenhorn

Hier gibt es immer noch den Hotpot für Hüttenbewohner od. angemeldete Gruppen – bestimmt im Winter auch ein Vollgenuss nach einer Schlittenabfahrt.

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Gleich nach der Hütte gibt es auf dem Premiumpfad dann abseits des Rummels wieder die nächste Himmelsliege mit Aussicht ins Bernauer Hochtal und die Gleitschirmflieger.

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Über den schönen Buchenmischwald geht es dann serbentinenartig an den Abstieg …

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…. hin zum Bernauer Panoramaweg -  einer der schönsten Wege mit Weitblick im Südschwarzwald – so wird er beschrieben – und dies kann ich nur bestätigen.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA   Allerdings drohten hier dunkle Wolken.

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Über die Hochwiesen musste man wieder über Kuhweiden – diese waren aber zum Glück diesmal anderweitig beschäftigt.

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Auf der einen Seite blauer Himmel … auf der anderen Seite kam das Gewitter immer näher….

OLYMPUS DIGITAL CAMERA  und der Regen blieb auch nicht aus …

OLYMPUS DIGITAL CAMERA  Schutz unterm Blätterdach :-)

Nach 10 Min war der Guß vorbei und im Nu strahlte die Sonne wieder – allerdings wurde es ungemütlich schwülwarm. Aber der Weg war nicht mehr weit bis zum Auto und so konnte alles wieder trocknen und ich gemütlich den restlichen Weg geniesen.

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Fazit:  eines der schönsten Wege, die ich begangen habe die letzten Jahre und auf jeden Fall sehr zu empfehlen. Bei heißen Temperaturen würde ich die Runde aber eher andersrum laufen, d.h. hier dann vormittags bei schönem Wetter den Panoramaweg geniesen :-) und bei der Hitze dann im Wald den Rückweg antreten.

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Zinsbachtal

Nachdem der Dauerregen am Vormittag nachgelassen hatte, wollte ich eine eine kleine Wanderrunde in der Nähe unternehmen. Das Zinssbachtal bei Pfalzgrafenweiler war mir vom Frühjahr 2012 noch gut in Erinnerung. Um die Nachmittagszeit traf ich hier am Parkplatz ein und traf doch tatsächlich ein paar bekannte Gesichter von den ” Wanderwölfen Seebronn” , die hier die Runde für die nächste große Gruppenwanderung schon mal vorgelaufen waren. Leider hatten diese Pech gehabt und mussten viel von dem Regen ertragen. Nachdem ich die Runde ja bereits einmal gelaufen war – trat ich sie heute im Uhrzeigersinn an. Somit liefen wir erst mal den Hang hinunter Richtung Zinsbachtal und dem Katzensteg – einer kleinen Holzbrücke, wo man den Zinsbach überquert.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA  Hier ein kleiner Wallfahrtsort

Bergab geht es schön über Wiesen-Waldwege wo es gerade überall blüht.

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Erik fand natürlich gleich mal wieder den Einstieg ins Bachbett …

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… und hier ging es direkt über den Katzensteg.

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Über Waldpfade und dann auch Schotterwege geht es am gegenüberliegenden Hang hoch in Richtung Wörnersberg – einem kleinen beschaulichen Ort mit einer netten Verkehrsinsel am Ortseingang.

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Man durchquert den Ort ca. zu Hälfte und biegt dann auf die Felder und in Richtung Wald wieder ab. Gemäß dem Plan von outdooractive folgte ich nicht dem gelben Wegweiser und kam hier zwar auf einen Weg – der aber war wohl angedacht neu belegt zu werden :-(   so ging es dann über Stock und Stein und letztendlich entschied ich mich quer durch den Wald abzusteigen.  Die Kohlsägmühle konnten wir zum Glück ja nicht verfehlen :-) und so war wie immer mal noch ein bischen Abenteuer mit dabei ;-)

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An der Mühle, die noch voll funktionsfähig ist überquert man den Zinsbach wieder und läuft  dann auf der anderen Bergseite zurück – zum Teil auf breiten Schotterwegen oder aber kleine Waldwegchen – die waren noch am Besten – der Rest der Wege war durch Waldarbeiten doch sehr in Mitleidenschaft gezogen und begeisterte mich nicht mehr so wie ich sie in Erinnerung hatte. Aber die kleinen verwunschenen Pfade machten es doch wieder gut :-)

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Kurz hatte ich sogar das Glück zwischen ein paar Wolkenlücken ein Stückchen blauen Himmel zu ergattern …. nur leider hielt das nicht ganz bis zum Schluß. Die letzten 10 Min wurden doch ziemlich feucht von oben … aber ich will mich nicht beschweren – immerhin 3 Std ohne Regenjacke oder Regenschirm.

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http://www.outdooractive.com/de/wanderung/nordschwarzwald/romantisches-zinsbachtal/1494053/